Waldverbunden-Tagesseminar am Sa 11.06.2022

Walderlebnis mit allen Sinnen
Tagesseminar mit Christiane Onneken und Inez Wagner in Königstein

11. Juni 2022, 10-17 Uhr, Königstein-Schneidhain

Die Teilnehmer*innen bei diesem gemeinsamen Walderlebnis sind eingeladen, meditativ, kreativ und schmausend sich auf die Natur vertieft einzulassen und mit ihr in Verbindung zu gehen. Atemübungen und Qigong führen in die Präsenz und münden in eine Baummeditation. In der Pause wird ein Baummärchen gelesen. Am Nachmittag studieren wir Wuchsformen der Bäume und erfahren etwas über energetische Hinweise. Am Ende des Tages führen kleine Rituale wieder in die Waldverbundenheit.

Leitung: Christiane Onneken und Inez Wagner

Christiane Onneken (Königstein/Ts.) ist Physiotherapeutin, Gesundheitspraktikerin, Kräuterexpertin und Gesundheitswanderführerin. Sie stellt viele Heilpflanzenprodukte selbst her und verkauft sie z.B. auf saisonalen Märkten. Für den Naturheilverein Taunus hat sie wiederholt beliebte Führungen angeboten.

Inez Wagner (Kelkheim) ist dipl. Kunsttherapeutin/-pädagogin, dipl. Freie Malerin, Lehrerin für Qigong Yangsheng, Meditation und Spiritualität, Tänzerin, Krankenschwester. Seit einigen Jahren stehen Lebens-Energie-Prozesse in Fokus ihrer Aufmerksamkeit. Sie liebt die Natur.

Zeitrahmen: 10-17 Uhr, Pause ca. 12.30-14.00 Uhr (gemeinsam und flexibel)

Teilnehmerzahl: 10-12

Teilnahmebeitrag: 25,- Euro, für Mitglieder des NHV Taunus 20,- Euro

Anmeldung erforderlich: Nutzen Sie das Kontaktformular der NHV-Website oder schreiben Sie uns formlos an info@nhv-taunus.de.

Mitbringen:

  • Sitzgelegenheit, ideal leichter Klappstuhl, Dreibein und/oder isolierende Decke
  • Wetterentsprechende Kleidung
  • Vesper
  • Inneren Frei-Raum

 

Foto: © Bild von Anja-#pray for ukraine# #helping hands# stop the war auf Pixabay

Barfuß-Abend-Spaziergang mit Korona Gallen, 02.06.2022

Barfuß – aufrecht und beweglich (werden oder bleiben)

2. Juni 2022, 18:00-19:30 Uhr

Das möglichst natürliche Gehen wird von naturheilkundigen und naturbewussten Menschen immer wieder neu entdeckt. Machen auch Sie aus der Alltäglichkeit des Gehens einen Jungbrunnen: aufrecht und beweglich bleiben oder wieder werden.

Barfuß oder in Barfuß-Schuhen (ohne Absatz, mit Platz für die Zehen und flexibler Sohle) finden wir bei diesem Entdeckungsgang in der wunderbaren Umgebung des Waldes zurück zum ureigenen Körpermotorik im Gehen. Wir erforschen unseren stehenden Körper im Schwerefeld und spüren die Wirkung der enormen physikalischen Kräfte, die auf ihn wirken. Wir experimentieren mit den Bewegungsebenen des Beckens, der Füße, der Wirbelsäule und der Schultern. Wir spüren unsere Körper in speziellen, einfachen Übungsformen und beim Gehen von Innen und öffnen Körperräume. Mit zahlreichen Tipps rund um das Barfußgehen.

Teilnehmerzahl: max. 12

Teilnehmeralter: 10-100 Jahre
Bei vorliegenden Gehbeschwerden kontaktieren Sie bitte vorher die Leiterin.

Leiterin: Korona Gallen (Heilpraktikerin, Manualtherapeutin, Barfuß Coach), Tel: 06172 2658624, weitere Informationen über die Leiterin: www.nhp-beingwell.de

Kosten: €15.- für nicht-Mitglieder, €13.- für Mitglieder des NHV Taunus

Treffpunkt: Forellengut Bad Homburg

Anmeldung erforderlich! Idealerweise per E-Mail: info@nhv-taunus.de oder über das Kontaktformular der Website.

Foto: © StockSnap auf Pixabay

Wege ins Urvertrauen mit M. Scherenberg am 30.05.2022

Erlebnisabend mit Michaele Scherenberg (online): eine Klang- und Phantasiereise

Montag, 30.05., 19.00-ca.20.30 Uhr

Der Zoom-Abend mit Michaele Scherenberg möchte einladen, das eigene Urvertrauen wieder zu finden und zu genießen.

Manchmal kommt eine Erinnerung von weit her: An Zeiten, in denen man lange den Wolkenbildern nachschauen konnte ohne jede Eile. An eine Wiese, über die man mit nackten kleinen Füßen lief- ohne Ziel, nur mit unbändiger Freude. Die Erinnerung heißt: Urvertrauen. Das Gefühl von Urvertrauen „verwächst“ sich nicht im Leben, es ist auf tiefen Ebenen stets abrufbar und hilfreich. Urvertrauen zu wecken, wenn das Leben schwer und unsicher erscheint, ist ein gutes Heilmittel.

Michaele Scherenberg ist Klang-Praktikerin, Gongmaster und professionelle Erzählerin. Für den NHV Taunus hat sie bereits 2019 und 2021 beliebte Erlebnisabende gestaltet (in Präsenz und online). Diesen interaktiven Abend zum Thema Urvertrauen gestaltet sie mit einer „Reise ins Urvertrauen“, mit Klangmeditation, Weisheitsmärchen, Magie und der Gelegenheit für leichtfüßigem Austausch.

Anmeldung: Nutzen Sie das Kontaktformular der NHV-Website oder schreiben Sie uns formlos an info@nhv-taunus.de.
Wer sich angemeldet hat, erhält den Zugangslink.

Anmeldeschluss: 29.05.2022

Eintritt frei: Die Teilnahme am Abend ist kostenfrei.
Über eine Spende für weitere Projekte freut sich der Naturheilverein Taunus.

Foto: (c) M. Scherenberg

Heilung mit Wasser – zeitlos aktuell

Wie wäre es mit einem erfrischenden Fußbad beim nächsten Waldspaziergang? Oder denken Sie: „Was nichts kostet ist nichts wert?“ Ein bisschen zugespitzt könnte man sagen: In der Naturheilkunde ist es genau andersrum – 95 % der Naturheilkunde sind gratis, es geht um Eigenaktivität (Bewegung, Ernährung, Entspannung, frische Luft, Sonne, Wasser …) und sind sehr wertvoll oder sagen wir es neudeutsch: effektiv. Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien zur Wirksamkeit der einfachsten Naturheilverfahren. Die Frage ist, wer es umsetzt: Wir sind gefragt!

Vincenz Prießnitz (1799 bis 1851) wird als „Vater der Naturheilkunde“ bezeichnet. Vor 200 Jahren, im Frühjahr 1822, begann er sein Elternhaus umzubauen, um darin mehr Platz zu haben, die Menschen zu behandeln, die seit ein paar Jahren zu dem damals erst 23-jährigen „Wasserdoktor“ pilgerten. Ursprünglich begann Prießnitz mit kaltem Wasser zu heilen. Durch die Erfahrungen mit 40.000 Patienten nahm er nach und nach die Ernährung, ausreichende Bewegung und ein bewusstes Leben in seine ganzheitliche Therapie mit auf und legte damit den Grundstein für die neuzeitliche Naturheilkunde. Seine unmittelbaren Nachfolger gründeten die ersten Naturheilvereine und ein paar Jahrzehnte später auch den Dachverband: Deutscher Naturheilbund.

Endlich, oder besser gesagt rechtzeitig zum Jubiläumsjahr, ist es dem Naturheilbund im mühevoller Kleinarbeit gelungen, zahlreiche Schätze der Vergangenheit zu digitalisieren und online als Archiv der Naturheilkunde zur Verfügung zu stellen.

Online-Kurzvorträge (30 Min) von profilierten Referent*innen aus dem Dachverband der Naturheilvereine werden derzeit einmal im Monat zu aktuellen Themen angeboten. Der Vortrag im Mai befasst sich mit Schadstoffen im Wasser.

Im Herbst wird es zum Thema Wasser eine Reihe von Veranstaltungen rund um den von den Naturheilvereinen und dem Naturheilbund organisierten „Tag der Naturheilkunde“ geben. Außerdem Anfang Oktober eine Reise zu den Ursprüngen der Naturheilkunde ins Prießnitz Kur- und Heilbad Jesenik auf dem Gräfenberg (Tschechien). Vielleicht wäre das auch für Sie eine schöne Exkursion? Ansonsten: Stöbern Sie gerne einmal auf der Seite des Naturheilbundes, dort finden Sie auch viele naturheilkundliche Tipps und Ratschläge. Gratis 🙂

PS. Vielleicht interessieren Sie sich mehr für die innerliche „Anwendung“ von Wasser. Dazu finden Sie einen kurzen Artikel im Blog des NHV-Vorsitzenden Christoph Wagner: Welches Wasser wollen wir trinken? 

 

Foto: © puspanjalihdevidasi auf Pixabay

Bienenführung mit Bio-Imker Andreas Kramer – Di, 24.05.2022

Dienstag, 24.05.2022, 16.00-(ca.)17.30 Uhr, Oberursel

In den vergangenen Jahren ist das öffentliche Interesse am Leben der Bienen enorm gestiegen. Die Zahl der Hobby-Imker nimmt vielerorts wieder zu. Mehrere beeindruckende Filme rund ums Thema Bienen wurden produziert und fanden ein großes Publikum. Wie wäre es, mal etwas live zu erfahren und erleben?

Andreas Kramer ist Profi: Bioland-Imker im Taunus. Er erklärt an diesem Nachmittag, wie sich Bienen und Bienenvölker im Jahresverlauf verhalten, welche Aufgaben sie zu erledigen haben, mit welchen Schwierigkeiten sie kämpfen. Außerdem erzählt er einiges aus der Geschichte der Imkerei und wie das Imkern heute funktioniert.

Je nach Witterung wird es konkrete „Einblicke“ in das konkrete Leben der Bienenvölker vor Ort geben. Im Anschluss an die Führung steht Andreas Kramer für Fragen (z.B. auch zum Honig in der Ernährung) zur Verfügung.

Ort: Königsteiner Straße 29, Oberursel (= am Dorint-Hotel, im Hotelpark an den Bienenstöcken unter den Mammutbäumen Richtung obere Einfahrt)

Teilnehmer: maximal 20, nur mit Anmeldung!

Teilnahmegebühr: 8,- Euro für NHV-Mitglieder, 12,- für Nicht-Mitglieder; der Beitrag kann vor Ort entrichtet werden

Hinweis: Bitte in geschlossener Kleidung (langärmlig, lange Hosen, geschlossene Schuhe) erscheinen!

Anmeldung erforderlich. Idealerweise per E-Mail: info@nhv-taunus.de

Foto: © Andreas Kramer

Das Immunsystem stärken in diesen Zeiten, Workshop mit Inga Tulach – Mo, 02.05.2022

Die eigene Abwehr und die Selbstheilungskräfte aktivieren

Diese Veranstaltung wird wiederholt:
Mo, 02.05.2022, 18.30-20.00 Uhr, online via Zoom
(Erstveranstaltung fand am 17.03.2022 statt.)

Teil II des zwei-teiligen Workshops
„Herausforderungen meistern in diesen turbulenten, unruhigen Zeiten“
(beide Teile können unabhängig voneinander besucht werden)

Der allgemeine, gesellschaftliche Stresspegel ist massiv angestiegen und das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesundheit – Stress ist der Krankheitsfaktor Nr. 1. In diesem zweiten Teil des Workshops liegt der Fokus auf der Stärkung des Immunsystem. Aus wissenschaftlichen Forschungen ist bekannt, dass körperlicher oder emotionaler Stress gravierend das Immunsystem beeinflusst. Wenn der Körper über längere Zeit Stressfaktoren ausgesetzt ist, ständige Anspannung vorherrscht, dann greift das unser Immunsystem an und die Selbstheilungskräfte können nicht mehr so gut wirken. Dieser Kurz-Workshop gibt Ihnen einige Anregungen, wie Sie für sich und/oder für Ihre Familie dafür sorgen können, ein stabileres Immunsystem aufzubauen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Bewusstes Atmen mit Visualisierungen, geführte Herz-Meditation und EFT. Die Emotional Freedom Technique (EFT) ist eine Technik zur Stress-Reduzierung: Durch Klopfen auf bestimmte Meridian-Punkte, verbunden mit gezielt angeregten Bewusstseinsprozessen wird das Stresszentrum im Gehirn beruhigt (Amygdala). Dieses Zentrum ist im Wesentlichen für die Ausschüttung von Stresshormonen zuständig, und dies hat mächtige Auswirkungen auf das Immunsystem. Studien haben ergeben, dass durch Anwendung von EFT unter anderem der Cortisol-Spiegel deutlich sinkt, die Ausschüttung von Serotonin, Dopamin und DHEA steigt. Auch die Menge von Immunglobulin A steigt um ein Vielfaches. Somit haben Sie ein Stück weit Ihre Gesundheit sprichwörtlich in der Hand.

Inga Tulach ist Heilpraktikerin in Oberursel und die Programmleiterin des Naturheilverein Taunus. Weitere Infos über die Referentin finden Sie auf ihrer Praxis-Website: https://www.heilpraktikerin-oberursel.de/

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir freuen uns über Spenden.

Nach Anmeldung per Mail, über info@nhv-taunus.de oder über unser Kontaktformular, erhalten Sie von uns die Zugangsdaten zugeschickt.

Beachten Sie auch Teil I dieses Kompakt-Workshops: Ängste auflösen und Frieden finden.

Foto: © iXimus auf Pixabay

Deutscher Naturheilbund positioniert sich gegen Covid-Impfpflicht

Jede und jeder kann sich impfen lassen. Impfangebote sind ausreichend vorhanden und hinreichend bekannt. Niemand muss sich rechtfertigen, der sich auf diese Weise schützen möchte. Niemand sollte aber auch so tun, als bedürfe es noch mehr an offizieller „Aufklärung“ (also massive Werbung verbunden mit Erpressung) bezüglich der Impfung.

Überlassen wir die Impfentscheidung den mündigen Patient*innen bzw. Bürger*innen! Wehren wir uns gegen weiteren Impfzwang (z.B. mittels 2G als Zutrittsbedingung etwa zum Studium oder zur Ausbildung). Widersprechen wir der Impfpflicht für Heilberufe. Es gibt mittlerweile offenkundig keinerlei „solidarische“ Gründe für die Impfung, wenn diese keine sterile Immunität erzeugt, wenn Geimpfte ebenfalls sich und andere anstecken, auch krank werden, und wenn das Ziel „Herdenimmunität“ oder neudeutsch „Gemeinschaftsschutz“ völlig utopisch ist. Treten wir einer Kampagne entgegen, die dem Motto folgt: „Je weniger sich die Impfung als effektiv erweist, desto mehr Menschen müssen dazu gezwungen werden.“ Schützen wir die Menschenwürde und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Viele der ungeimpften Angehörigen nicht-ärztlicher Heilberufe (Ergotherapeut*innen, Logopäd*innen, Psychotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Hebammen und nicht zuletzt Heilpraktiker*innen) fühlen sich derzeit von ihren Verbänden und Institutionen im Stich gelassen, denn diese schweigen immer noch zu Impfzwang und Impfpflicht. Ähnlich sind viele Mitglieder in naturheilkundlichen Institutionen und Leser*innen entsprechender Publikationen enttäuscht über die mangelnde Aufklärung aus naturheilkundlicher und ganzheitsmedizinscher Sicht.

Ich freue mich umso mehr, dass sich der Deutsche Naturheilbund (DNB), Dachverband der Naturheilvereine, klar gegen eine Impfpflicht positioniert hat. Die älteste europäische Vereinigung für Naturheilkunde vertritt Laien, Berater und Therapeuten. Hier geht’s zur DNB-Stellungnahme.

Erfreulicherweise steht der DNB nicht ganz allein, so hat auch die Gesellschaft für Gesundheitsberatung (GGB) klar Stellung bezogen gegen Impfzwang und Impfpflicht.

Die wichtigsten Argumente gegen die Impfpflicht finden Sie ganz kurz und knackig bei den Ärztinnen und Ärzten für individuelle Impfentscheidung.

Bitte helfen Sie mit, diese Positionen und Argumente zu verbreiten!

Vielen Dank!

Mit besten Grüßen

Christoph Wagner, 1. Vors. Naturheilverein Taunus

 

Illustration: © Wilfried Pohnke auf Pixabay

Resilienz erleben: Impuls-Workshop mit Peggy Eberle, Mittwoch 17.11.2021

18.30 -20.30 Uhr/via Zoom

Das Thema: Menschen, die mit den Widrigkeiten des Lebens oder stressigen Zeiten umgehen können, haben eine innere Widerstandskraft, die seit einigen Jahren als „Resilienz“ bezeichnet wird. Kündigungen, Trennungen, Zeitdruck auf der Arbeit oder Streitigkeiten im privaten Bereich werfen sie nicht aus der Bahn, im Gegenteil: teilweise gehen sie aus solchen Konflikten sogar gestärkt hervor.

Ihr Gewinn: In diesem zweistündigen Impulsworkshop erfahren Sie, was Resilienz genau ist und wie wir sie erreichen oder ausbauen können: Sie lernen die sieben Säulen der Resilienz kennen und werden dazu eingeladen, einzelne Übungen auszuprobieren. Sie erleben, wie Resilienz den Alltag positiv begleitet. Je besser man sich kennt, umso besser kann man sich annehmen und weiterentwickeln.

Die Referentin Peggy Eberle arbeitet seit über 10 Jahren als selbstständige Beraterin, Vertriebs- und Verhaltenstrainerin, Resilienz-Trainerin und als Coach für Organisationen, Führungskräfte, Teams und auch für Privatpersonen. Weitere Infos: www.eberle-training.de

Eintritt frei: Die Teilnahme ist kostenfrei. Über eine Spende für weitere Projekte freut sich der Naturheilverein Taunus.

Anmeldung: Sie können sich formlos per Mail oder über unser Kontaktformular anmelden und erhalten den Zugangslink zugeschickt.

 

Foto: © Gerd Altmann auf Pixabay

Tipp des Monats: Es gibt keine Fehler … Raus aus dem Schwarz-Weiß-Denken!

„Es gibt keine Fehler, nur Variationen.“ Ein bisschen Ähnlichkeit hat dieses geflügelte Wort mit dem eher herbstlichen Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung.“ Beide scheinen nicht ganz ernst, aber auch nicht nur als Spaß gemeint. Vielleicht könnte man sie auch als Herausforderung verstehen, aus dem Schwarz-Weiß-Denken von richtig und falsch oder gut und schlecht herauszutreten, jedenfalls die Sache etwas entspannter zu betrachten.

Ich habe das schöne Motto „Es gibt keine Fehler, nur Variationen“ zunächst beim Heilsamen Singen kennen gelernt, und in diesem Kontext verwende ich es selbst immer wieder. Es steht für die Einladung, sich vom Leistungszwang freizumachen: Es beinhaltet das Versprechen von mehr Spaß und Lebensfreude durch weniger Bewertung.

Das Motto trifft auf viele weitere Lebensbereiche und auf die Lebenskunst zu. Aus ihm sprechen Wohlwollen und Güte, wenn es darum geht, etwas anders zu machen oder etwas ganz Neues zu wagen. Wann immer etwas passiert, was unseren Wünschen oder Idealvorstellungen widerspricht oder auch nur unseren Perfektionismus stört, könnten wir uns fragen: „War’s wirklich ein Fehler oder eher eine Variation?“

Sicher, Fehler gibt es – trotz des schönen Wahlspruchs. Manchmal sind sie für etwas gut: Wir lernen etwas aus dem Fehler. Oder die Leidtragenden unseres Fehlers lernen etwas. Manchmal lässt sich zwar beim besten Willen nicht erkennen, wofür ein Fehler gut gewesen sein soll. Doch selbst dann ist er immer noch für eines gut: Uns und unser Umfeld daran zu erinnern, wie wichtig eine menschliche Fehlerkultur ist!

Gerade wenn ein Fehler total bedauerlich, tragisch, ärgerlich, gravierend und natürlich komplett „unnötig“ ist, geht es um die Frage: Wer darf bei uns (wann) (welchen) Fehler machen? Wie gehen wir damit um? Gotthold Ephraim Lessing, Vordenker in Sachen Toleranz, hat es einmal so formuliert: „Fehler schließen Vorsatz und Tücke aus; daher müssen alle Fehler Allen zu verzeihen sein.“

Das mutige Ausprobieren mit dem Risiko, Fehler zu machen, scheint mir besser, als Fehler partout vermeiden zu wollen. Ich habe schon öfters gelesen, dass Menschen am Lebensende eben das zu den größten „Fehlern“ zählen, was sie unterlassen, was sie sich nicht getraut haben.

Nach meiner Erfahrung sind die meisten Handlungen (oder auch Nicht-Handlungen), die später als Fehler klassifiziert werden, ohnehin mit einer gewissen Notwendigkeit geschehen: Eigentlich hatten wir wichtige Gründe, uns genau so zu entscheiden, oder aber wir hatten (scheinbar) gar nichts zu entscheiden, wir hatten keine Wahl. Hinterher ist man immer klüger, aber vermutlich geht es dabei eher selten um Fehler, sondern um Variationen auf unserem Lebensweg – und wie be- oder abwertend wir damit und mit uns selbst umgehen, das scheint mir maßgeblich dafür, ob unser Leben besser wird.

Ich wünsche Ihnen viel Glück und Gelassenheit!

Text: © Christoph Wagner, Philosoph und Heilpraktiker (wastutdirgut.de), 1. Vors. NHV Taunus

Foto: © Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Therapiefreiheit auch für Tiere. Tipp des Monats: Petition unterzeichnen!

Mitte September entscheidet der Bundesrat über über das Tierarzneimittelgesetz. Das klingt erst einmal unverdächtig. Doch in seiner derzeitigen Fassung, die im Januar 2022 in Kraft treten soll, beinhaltet das Gesetz erhebliche Einschränkungen für Tierhalter(innen) und Tiertherapeut(inn)en im Umgang mit nicht rezeptpflichtigen Arzneimitteln für Ihre Lieblinge. Das Gesetz würde so dazu führen, dass die konventionelle (chemische) Tiermedizin gestärkt, die ganzheitliche, komplementäre und sanfte Medizin geschwächt würde. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, können Sie sich an einer aktuellen Petition beteiligen: Therapiefreiheit für Tiere erhalten!

Bild: (c) Fotolia